In der Speicherstadt stehen dicht an dicht rotbraune Backsteinbauten auf schmalen Kanälen, die früher als Lagerhäuser für Kaffee, Tee, Kakao und orientalische Teppiche dienten. Der Komplex zwischen Baumwall und Oberhafen ist der weltgrößte zusammenhängende historische Lagerhausbestand und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Die Gebäude stammen aus der Zeit zwischen 1883 und den 1920er-Jahren und wurden auf Eichenpfählen ins Wasser gebaut. Heute beherbergt die Speicherstadt neben noch aktiven Lagerflächen verschiedene Museen, Ausstellungen und Büros.
Über die kopfsteingepflasterten Straßen und Brücken kannst du das gesamte Areal zu Fuß erkunden. Die Straßenzüge verlaufen parallel zu den Fleeten, über die früher Schuten die Waren direkt zu den Winden der Lagerhäuser transportierten. An vielen Fassaden sind die alten Hebevorrichtungen noch zu sehen. Bei einem Rundgang fallen die spitzen Giebel, die verzierten Türmchen und die zahlreichen Brücken auf, die das Gebiet durchziehen. Wer sich für die Geschichte des Komplexes interessiert, findet im Speicherstadtmuseum Originalgegenstände aus der Lagerzeit und Informationen zur Bauweise.
Die Speicherstadt liegt zentral und ist sowohl vom Hauptbahnhof als auch von der Innenstadt gut erreichbar. Das Gebiet ist frei zugänglich, Museen und Attraktionen haben eigene Eintrittspreise und Öffnungszeiten. Abends werden die Brücken und Fassaden beleuchtet, was besonders bei Dunkelheit zur Geltung kommt. An Wochenenden und in der Ferienzeit kann es vor allem an den bekannteren Punkten voll werden. Einige Bereiche sind noch in gewerblicher Nutzung, daher sind nicht alle Gebäude von innen zu besichtigen. Die Wege sind größtenteils eben, stellenweise liegen Kopfsteine, was das Gehen anstrengender macht.
