Das Museum ist in einer ehemaligen Kautschukfabrik untergebracht und zeigt Hamburgs industrielles Erbe. Die Dauerausstellung im Erdgeschoss widmet sich Druck- und Satztechnik und Anfängen der Korrespondenz. Dort stehen zahlreiche Druckmaschinen, viele davon funktionsfähig. Freiwillige Mitarbeiter führen die Maschinen vor und erklären ihre Funktionsweise. Du kannst selbst Hand anlegen und Ausdrucke mitnehmen. Der Mitarbeiter in der Druckerei erklärt geduldig einzelne Geräte.
Die Ausstellung ist auf mehrere Etagen verteilt. Oben gibt es interaktivere Bereiche, die vielen Besuchern besser gefallen als die eher statischen Teile im unteren Bereich. Regelmäßig zeigt das Museum Sonderausstellungen zu gesellschaftlichen Themen wie Care-Arbeit, Respekt oder Konsum. Diese sind oft aufwändig kuratiert und regen zum Nachdenken an. Mit der Tageskarte kannst du alle laufenden Ausstellungen besuchen.
Für Schulklassen werden Workshops angeboten. Die Sonderausstellung "Respekt" dauert etwa zwei Stunden, einige Besucher wünschen sich danach mehr Zeit, um alle Inhalte in Ruhe zu lesen. Die Ausstellung ist barrierefrei gestaltet mit Untertiteln bei Videos und laminierten Texten zu Interviews, sodass sie auch ohne Ton verständlich bleibt. Allerdings sind manche Exponate für kleinere Kinder zu hoch angebracht, sodass Eltern die Kinder hochheben müssen.
Die Gestaltung der Exponate und Texte wirkt auf manche Besucher distanziert und nicht immer selbsterklärend. Für Kinder und Jugendliche ist das Museum ohne aktive Teilnahme an Vorführungen wenig geeignet. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist gut, vor Ort gibt es einen rollstuhlgerechten Parkplatz. Das Personal wird durchweg als freundlich und hilfsbereit beschrieben. Im Museumsshop findest du besondere Geschenkideen.



