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Mahnmal St. Nikolai

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4.7(11.179 Google Rezensionen)

Das Mahnmal St. Nikolai in Hamburg zeigt dir die Ruine einer Kirche, Museum und Aussicht vom 75 Meter hohen Turm.

Das Mahnmal St. Nikolai steht als Ruine einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche in der Hamburger Innenstadt. Von der 1847 im neugotischen Stil fertiggestellten Kirche blieben nach den Luftangriffen der Operation Gomorrha im Juli 1943 nur der Turm und die Mauern des Chors erhalten. Das ausgebrannte Gebäude wurde 1951 größtenteils abgebrochen, die Reste dienen seit den 1970er-Jahren als Mahnmal gegen das Vergessen der Verbrechen zwischen 1933 und 1945.

Der Turm des Mahnmal St. Nikolai ragt 147 Meter in die Höhe und ist damit der dritthöchste Kirchturm Deutschlands. Für einige Jahre war die Kirche sogar das höchste sakrale Bauwerk der Welt. Mit dem Fahrstuhl gelangst du auf die Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe, von der aus du einen Rundblick über Hamburg hast. Der Platz dort oben ist nicht besonders groß, die Aussicht entschädigt dafür. Das Ticket für die Turmfahrt gibt es nur als Kombiticket zusammen mit dem Museumseintritt und kostet 7 Euro.

Im Kellergeschoss unter den Ruinen befindet sich ein Museum, das die Geschichte der Kirche und die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg dokumentiert. Die Ausstellung zeigt Originalstücke, Zeitzeugenberichte und einen Film über die Angriffe vom Juli 1943. Der Film enthält Originalaufnahmen, auch von Opfern, und ist für jüngere Kinder nicht unbedingt geeignet. Ein durchschnittlicher Besuch im Museum dauert etwa 30 Minuten. Rezensionen weisen darauf hin, dass manche Passagen für Kinder etwas langatmig sein können, während historisch interessierte Besucher ein umfassendes Bild der Ereignisse erhalten.

In den erhaltenen Mauern des ehemaligen Kirchenraums sind Tafeln mit Namen von Spendern angebracht, die zum Erhalt der Ruine beigetragen haben. Außerdem sind Kunstwerke zu sehen, darunter die sechs Meter hohe Bronzeplastik „Erdenengel" von Edith Breckwoldt aus dem Jahr 2003. Das Mahnmal St. Nikolai ist barrierefrei zugänglich, der Aufzug bringt auch Rollstuhlfahrer auf die Aussichtsplattform. Gelegentlich finden Carillon-Konzerte statt, diese sind allerdings nicht garantiert.

Details

Kontakte

Gut zu wissen

  • Familienfreundlich ja
  • Barrierefrei ja

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