Die Köhlbrandbrücke überspannt den Köhlbrand, den Hauptarm der Süderelbe, kurz bevor dieser sich wieder mit der Norderelbe vereint. Sie wurde 1974 fertiggestellt und verbindet als zentrale Verkehrsachse die südlichen und westlichen Hafenterminals miteinander. Die architektonische Gestaltung der Brücke macht sie zu einem der bekanntesten Silhouetten des Hamburger Hafens.
Vom Auto oder Motorrad aus hast du während der Fahrt einen guten Blick auf den Hafen und die weitläufigen Containerterminals zu beiden Seiten. Die Perspektive auf die Hafenlandschaft ist von der erhöhten Position der Brücke besonders klar. Viele Besucher nutzen die Brücke auch als Fotomotiv. Ein geeigneter Foto-Spot liegt an der Fähranlegestelle Neuhof auf der Nordostseite der Brücke, kurz hinter der Mündung des Roßkanals. Von dort aus lässt sich die Brückensilhouette gut einfangen.
Die Brücke steht vor einer ungewissen Zukunft. Aufgrund von Verschleiß und weil sie für große Schiffe nicht mehr hoch genug ist, werden derzeit Optionen für einen Ersatz oder eine umfassende Sanierung geprüft. Bis 2035 soll die Brücke abgerissen werden, danach ist ein Tunnel unter dem Köhlbrand geplant. Die hohe Verkehrsbelastung durch zahlreiche Lastwagen setzt dem Bauwerk zusätzlich zu.
Wer die Köhlbrandbrücke noch befahren möchte, sollte das in den kommenden Jahren tun. Eine Überfahrt lässt sich gut mit einem Ausflug in den Hamburger Hafen verbinden. Auch von den alten Elbbrücken kommend lässt sich die Strecke in beide Richtungen fahren. Die Aussicht nach rechts und links auf die Hafenstrukturen und die Schifffahrt ist dabei ein praktischer Nebeneffekt der Durchfahrt.



