Kampnagel nutzt ein ehemaliges Fabrikgelände mit sechs Bühnen für Theaterstücke, Konzerte, Performances und andere kulturelle Veranstaltungen. Die alten Backsteinhallen schaffen eine Atmosphäre, die mit dem gewöhnlichen Theaterambiente wenig zu tun hat. Das Programm umfasst experimentelle Aufführungen, Festivals wie das Krimifestival und Reihen wie Spirit of Ireland oder Bollywood-Produktionen. Verschiedene Veranstaltungen laufen oft parallel.
Die Location verfügt über einen Innenhof und ein Restaurant. Vor den Veranstaltungen gibt es jedoch kaum Snacks oder kleinere Speisen. Die Getränkepreise gelten als fair, Aperol Spritz wird in Wassergläsern serviert. Das Publikum ist sehr gemischt, von kreativen Kunstinteressierten bis zu Besuchern größerer Produktionen.
Die Hallen selbst sind geräumig, die Bestuhlung besteht aus einfachen Klappsitzen. Die Reihen sind eng, was bei längeren Beinen unbequem werden kann. Wenn Zuspätkommende während der Vorstellung noch eingelassen werden, müssen ganze Reihen aufstehen. In den Pausen bilden sich vor den Toiletten lange Schlangen, besonders bei den Damentoiletten reicht die Anzahl nicht immer aus. Die sanitären Anlagen sind in der Regel sauber, Desinfektionsmittel fehlt jedoch manchmal.
Kampnagel ist gut mit dem Bus zu erreichen, alternativ steht ein Parkhaus zur Verfügung. Mit dem Veranstaltungsticket gibt es ein vergünstigtes Parkticket für fünf Euro, das erst beim Ausfahren bezahlt werden sollte. Die Location ist barrierefrei ausgestattet mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz, WC, Sitzgelegenheiten und einer induktiven Höranlage. Das Personal wird als freundlich beschrieben, die Gesamtatmosphäre ist entspannt und ohne förmlichen Kulturanspruch.
