St. Katharinen ist die älteste Kirche Hamburgs und wurde 1250 als evangelische Kirche der Stadt errichtet. Aufgrund ihrer Lage nahe dem Hafen zwischen Speicherstadt und HafenCity galt sie über Jahrhunderte als Kirche der Seeleute, Schiffsbauer, Bierbrauer und Kaufleute. Der barocke Turm der Kirche ist das älteste noch aufrecht stehende Bauwerk der Stadt und kann bestiegen werden, sofern geöffnet.
Johann Sebastian Bach spielte 1720 vor den Honoratioren Hamburgs auf der Orgel in St. Katharinen, deren Zungenregister er besonders schätzte. Die historische Orgel wurde 1943 weitgehend zerstört. Die Firma Flentrop stellte 2013 eine neue Orgel fertig, die sich am historischen Vorbild orientiert und einen außergewöhnlichen Klang hat. Orgelkonzerte finden regelmäßig statt und ziehen auch außerhalb der Weihnachtszeit Besucher an.
Der Innenraum ist hell gestaltet und eher karg eingerichtet, was wenig Ablenkung bietet. Die hohe Decke und die schlichte Ausstattung prägen die Atmosphäre. Je länger du dich in der Kirche aufhältst, desto mehr Details lassen sich entdecken. Die Kirche ist offen zugänglich, was bei vielen anderen Kirchen nicht selbstverständlich ist. Es gibt Toiletten direkt in der Kirche, die als sehr sauber beschrieben werden.
Die Kirchgemeinde ist aktiv und zeigt gelegentlich Kunstinstallationen, etwa die Installation "Gaia" des Künstlers Luke Jerram, die Wissenschaft, Kunst und Glaube miteinander verbindet. St. Katharinen ist auch Universitätskirche. Die Kirche wurde im Krieg stark beschädigt und anschließend wieder aufgebaut, zwischen 2007 und 2012 erfolgte eine umfassende Sanierung. Der Zugang ist barrierefrei, es gibt einen rollstuhlgerechten Eingang und einen entsprechenden Parkplatz. Die Lage direkt gegenüber der Speicherstadt macht die Kirche gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
