In der Hauptkirche St. Katharinen stehen ein hell gestalteter Innenraum und eine modern rekonstruierte Orgel im Zentrum. Die evangelische Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den fünf Hauptkirchen der Stadt. Sie liegt zwischen Speicherstadt und HafenCity und gilt wegen ihrer Hafennähe traditionell als Kirche der Seeleute, Schiffsbauer und Kaufleute.
Der barocke Turm von St. Katharinen ist das älteste aufrecht stehende Bauwerk Hamburgs und kann bestiegen werden. Allerdings ist der Zugang nicht immer geöffnet, daher lohnt es sich, vorab zu prüfen, ob eine Begehung möglich ist. Die Turmkrone soll der Legende nach aus dem Schatz von Klaus Störtebeker gefertigt worden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt und zwischen 2007 und 2012 umfassend saniert.
Johann Sebastian Bach spielte 1720 vor den Honoratioren der Stadt auf der damaligen Orgel, deren Zungenregister er besonders schätzte. Diese historische Orgel wurde 1943 weitgehend zerstört. Die heutige Orgel wurde 2013 von der niederländischen Firma Flentrop fertiggestellt und orientiert sich am barocken Vorbild. Ihr Klang trägt zur besonderen Akustik des hohen, eher schlicht gehaltenen Kirchenraums bei. Regelmäßig finden Orgelkonzerte statt, auch zur Weihnachtszeit.
Die Kirche ist für Besucher frei zugänglich, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Die Ausstattung ist reduziert und lenkt wenig ab. Wer sich länger aufhält, entdeckt nach und nach weitere Details der Geschichte und Architektur. In der Kirche gibt es eine Toilettenanlage, die als sehr sauber beschrieben wird. St. Katharinen dient auch als Universitätskirche und die Gemeinde zeigt gelegentlich zeitgenössische Installationen, etwa die Erdkugel-Installation des Künstlers Luke Jerram. Die Kirche ist mit einem rollstuhlgerechten Eingang und Parkplatz ausgestattet.
