Die gotische Hauptkirche St. Jacobi im Zentrum Hamburgs geht auf eine Kapelle aus dem 13. Jahrhundert zurück, die erstmals 1255 erwähnt wurde. Ursprünglich lag sie außerhalb der Stadt und diente als Anlaufstelle für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Mit der Verlegung der Stadtmauer 1260 wurde sie zur Hamburger Stadtkirche und über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg brannte die Kirche bei einem Bombenangriff bis auf die Grundmauern ab. Die wertvollen Kunstwerke im Inneren überstanden die Zerstörung, weil sie rechtzeitig ausgelagert worden waren. Bis 1962 wurde das Kirchenschiff nach historischem Vorbild wieder aufgebaut, der Turm dagegen schlicht und modern gestaltet.
Das bekannteste Ausstattungsstück ist die große Barockorgel aus dem 17. Jahrhundert. Jeden Donnerstag um 16.30 Uhr finden kostenlose halbstündige Orgelkonzerte statt, donnerstags um 12 Uhr werden Orgelführungen angeboten. Neben der Orgel sind die prächtigen Kapellen und Altäre sehenswert, die nach dem Wiederaufbau in die Kirche zurückkehrten.
Die Atmosphäre im Inneren ist eher schlicht gehalten, was Besuchern, die Ruhe und Andacht suchen, entgegenkommt. Die Kirche dient bis heute als Pilgerkirche und liegt verkehrsgünstig in der Innenstadt. Der Eingang ist rollstuhlgerecht.
Neben Gottesdiensten gibt es zu Feiertagen wie Ostern zusätzliche Veranstaltungen und Orgelkonzerte. Wer St. Jacobi besuchen möchte, kann die Kirche während der Öffnungszeiten frei besichtigen oder einen der regelmäßigen Konzerttermine nutzen, um die Orgel zu erleben.

