Das Deutsche Zollmuseum zeigt die Entwicklung des Zolls von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Auf zwei Etagen im Gebäude am Wasser werden historische Uniformen, beschlagnahmte Gegenstände und originalgetreue Nachbildungen von Schmuggelverstecken ausgestellt. Die Exponate reichen von frühen Handelsrouten über Verstecke für Zigaretten und Drogen bis zu modernen Sicherheits- und Kontrollmethoden. Interaktive Elemente machen die komplexe Arbeit der Zollbeamten anschaulich und erlebbar.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung, wie sich die Aufgaben des Zolls im Laufe der Zeit verändert haben. Eine Sonderausstellung thematisiert die Rolle des Zolls im Nationalsozialismus und zeigt, wie schnell die Behörde zum Helfer des Regimes wurde. Die Infotexte sind gut aufbereitet und bieten fundierte historische Einordnung. Manche Besucher vermissen jedoch einen stärkeren Bezug zur Hamburger Stadtgeschichte und zum Gebäude selbst, das direkt am ehemaligen Haupteingang zum Freihafen steht.
Das Museum ist barrierefrei zugänglich mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und WC. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt kostenlos, Erwachsene zahlen je nach Quelle 2 oder 3 Euro. Kartenzahlung ist vor Ort nicht möglich, du solltest also Bargeld dabeihaben. Für den Rundgang durch die Ausstellung solltest du mindestens eine Stunde einplanen. Die Räume sind hell und modern gestaltet, die Beschilderung klar.
Das Zollboot kann derzeit nicht besichtigt werden, was einige Besucher bedauern. Die Atmosphäre im Museum wird als angenehm beschrieben, das Personal als freundlich und hilfsbereit. Für den günstigen Eintrittspreis bietet die Ausstellung einen detaillierten Überblick über ein Thema, das im Alltag wenig Beachtung findet. Parkplätze in der Umgebung sind gebührenpflichtig.



