Das Chilehaus in Hamburg zeigt sich als monumentaler Backsteinbau aus der Zeit des Expressionismus, errichtet zwischen 1922 und 1924. Die markante Spitze nach Osten erinnert an den Bug eines Schiffes und ist zum Wahrzeichen dieser Architekturepoche geworden. Das Kontorhaus gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird heute noch von nationalen und internationalen Firmen als Bürositz genutzt.
Die Fassade besteht aus handgesetzten Ziegeln, die durch wechselnde Steinsetzung und Glasur verschiedene Wandmuster bilden. Insgesamt hat das Gebäude 2800 Fenster. Im Inneren sind die Treppenhäuser großzügig angelegt und zeigen die sorgfältige Gestaltung der damaligen Zeit. Der Innenhof ist öffentlich zugänglich und lohnt einen Besuch. Auch die benachbarten Gebäude und deren Innenhöfe sind sehenswert und erweitern den Rundgang.
Du kannst das Chilehaus kostenfrei besichtigen und solltest Zeit mitbringen, um einmal komplett um den Komplex herumzulaufen. So lässt sich die Architektur aus verschiedenen Blickwinkeln erfassen. Besonders am Abend wirkt die Fassade durch die Beleuchtung anders und ist für Fotografie interessant. Die Station Messberg liegt in der Nähe. Der Eingang ist rollstuhlgerecht.
Derzeit sind rund um das Gebäude und auch im Innenhof Baustellen aktiv, die die Zugänglichkeit und den Gesamteindruck einschränken. Trotzdem bleibt das Gebäude zugänglich. Es gibt Restaurants und Geschäfte im Komplex, die Gastronomie im Innenhof ist geöffnet. Wer sich für Architektur der 1920er Jahre interessiert oder das Kontorhausviertel erkunden möchte, findet hier ein zentrales Beispiel dieser Bauweise.



