In der Apostelkirche in Eimsbüttel stehen die Reste eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gotteshauses. Was nicht wiederaufgebaut wurde, ist bewusst Ruine geblieben. Der Turm existiert nur noch als Fragment, fehlende Gebäudeteile wurden durch moderne Elemente ergänzt. Dadurch ist eine Verbindung aus historischer Substanz und zeitgenössischer Architektur entstanden, die die Kirche zu einem Denkmal gegen das Vergessen macht.
Die Apostelkirche ist heute entwidmet und dient als Ort für vielfältige Veranstaltungen. Im oberen Bereich befindet sich ein Andachtsraum, unten gibt es eine Begegnungsstätte. Das Programm reicht von Gottesdiensten über Konzerte, Ballettabende und Theateraufführungen bis zu sozialen Angeboten wie einem Mittagstisch, Biografiegruppen und Gemeindenachmittagen. Auch Yoga-Kurse finden regelmäßig statt, die von Teilnehmern wegen der besonderen Atmosphäre und der freundlichen Leitung geschätzt werden. Einmal im Jahr gibt es rund um die Kirche einen kleinen Weihnachtsmarkt mit vegetarischen und veganen Essensangeboten.
Die Kirche ist tagsüber geöffnet und kann besichtigt werden. Wer Glück hat, erlebt dabei jemanden an der Orgel, der dezente Musik spielt. Die warme und offene Atmosphäre wird in Bewertungen häufig hervorgehoben, ebenso das engagierte Team, das sich um die Organisation der vielen Angebote kümmert. Auch für Trauungen wird die Apostelkirche genutzt, wobei die persönliche Gestaltung der Zeremonien und gelegentlich musikalische Live-Beiträge von Besuchern positiv erwähnt werden.
Der Eingang ist barrierefrei zugänglich. Die Mischung aus Kriegsgeschichte, modernem Umbau und lebendigem Veranstaltungsbetrieb macht die Apostelkirche zu einem ungewöhnlichen Kirchenraum, der sich bewusst von klassischer sakraler Architektur abhebt.
