Der Alte Elbtunnel verbindet seit 1911 die Landungsbrücken mit dem Stadtteil Steinwerder und führt rund 426 Meter unter der Elbe hindurch. Gebaut wurde er ursprünglich für Hafenarbeiter, die schnell zu ihren Arbeitsplätzen auf der anderen Flussseite gelangen mussten. Heute ist der Tunnel frei zugänglich für Fußgänger und Radfahrer und rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.
Du erreichst die Tunnelebene etwa 24 Meter unter der Wasseroberfläche entweder über die historischen Fahrstühle oder über die Treppe. Die Aufzüge stammen noch aus der Bauzeit und waren bis 2019 sogar für Autos nutzbar. Heute transportieren sie ausschließlich Personen und Fahrräder. Im Tunnel selbst sind die Wände mit rund 400.000 Keramikfliesen verkleidet, die bei der Sanierung restauriert wurden. An manchen Stellen findest du dekorative Reliefs mit Motiven wie Fischen und Seesternen.
Der Alte Elbtunnel ist sauber und gut gepflegt. Die Atmosphäre dort unten ist kühl, was besonders an heißen Tagen angenehm ist. Allerdings solltest du auf Radfahrer achten, die den Tunnel teils als Rennstrecke nutzen. Auf der Steinwerder Seite angekommen, hast du einen guten Blick auf den Hamburger Hafen und die Skyline. Dort stehen ein Container mit einer öffentlichen Toilette und ein kleiner Snack-Stand, mehr Infrastruktur gibt es an dieser Seite nicht.
Der Tunnel steht seit 2003 unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes Zeugnis der Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts. Die Sanierung hat den ursprünglichen Charakter erhalten, gleichzeitig wirkt alles heller und sicherer als früher. Das Sicherheitspersonal vor Ort ist freundlich und hilfsbereit. Ein rollstuhlgerechter Eingang und Aufzug machen den Alten Elbtunnel auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Parken in der Nähe ist möglich, allerdings gebührenpflichtig.
